Verlag Henselowsky Boschmann • Karin Boehm - Frau Malenki liebt Heinz Maegerlein
Fraui Malenki liebt Heinz Maegerlein Karin Boehm
Frau Malenki liebt Heinz Maegerlein
Das Ruhrgebiet in den 60er Jahren

Beratung und Bearbeitung: Herbert Knorr
256 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag und Lesebändchen
2. Auflage
14,90 €
ISBN 3-922750-21-4

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Vom Baden am Kanal und vom ersten Fernseher, vom ersten Auto und der Pille – ein Roman über das Ruhrgebiet und die 60er. Mit der Kindheit der Bergmannstochter Elfi werden spannende Jahre wieder lebendig. Die Wiederauferstehung der 60er Jahre einmal anders - nicht aus intellektueller Perspektive, sondern aus der Sicht eines Arbeiterkindes aus dem Ruhrgebiet. Humorvoll und witzig mit einem Schuss Selbstironie. Einfach und klar erzählt, mitunter in einer deftigen Tonart. Nicht ohne Sentimentalität, aber nie rührselig.

Fraui Malenki liebt Heinz Maegerlein

Karin Boehm
geboren 1959 in Gelsenkirchen;
wuchs als Bergmannnstochter in den 60er Jahren im Schatten der Schachtanlage Graf Bismarck auf, bevor sie als Frau eines Bergmanns  nach Gelsenkirchen-Buer in unmittelbare Nähe der Zeche Hugo  zog. Heute lebt sie im Stadtteil Bismarck; von ihrem Balkon aus kann sie die Zeche Consol sehen, die immer mehr zum Kulturzentrum wird. Karin Boehm arbeitet als Kommunikations-Assistentin bei einer Bank
Interview mit Karin Boehm

Herbert Knorr
(Beratung und Bearbeitung)
geboren 1952 in Gelsenkirchen;
Bankkaufmann, Abitur, Studium der Germanistik und Geschichte; Wiss. Mitarbeiter der Uni-Duisburg; 1988 Promotion; seit 1994 Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna; zahlreiche lit. Arbeiten, u. a. Co-Autor des Buches "Der Himmel ist unter uns. Die Entdeckung des ersten Weltwunders zwischen Rhein und Weser, Lippe, Ruhr und Main". (Henselowsky Boschmann)

Zum Inhalt:
Wer den Roman Frau Malenki liebt Heinz Maegerlein liest, weil der Titel eine Liebesgeschichte verspricht, liegt nicht falsch. Von der Liebe handelt der Roman von Karin Boehm schon, aber von einer ganz besonderen: Der erste Fernseher, der 1963 endlich im Wohnzimmer der Familie Elfis aufgestellt wird, ist eine riesengroße Attraktion. Besonders Frau Malenki, die Nachbarin von obendrüber, kommt immer dann mit Süßigkeiten und Salzgebäck herunter, wenn Heinz Maegerlein mit Hätten Sie’s gewusst auf der Mattscheibe erscheint. Die abgöttische Liebe Frau Malenkis zu einem der frühen Stars des Fernsehens ist eine von vielen Episoden dieses Romans, mit dem die Bergmannstochter Elfi Leserin und Leser in die Geschichte ihrer Kindheit entführt, einer Kindheit, die von den spannenden 60er Jahren geprägt wird.
Elfi erzählt vom Baden am vollen Kanal, vom Rabattmarkenkleben ihrer Mutter und der Kriegssparsamkeit ihrer Oma, von Hasenbroten und Zwergentee, vom Mallorca-Urlaub derjenigen, die ihn sich schon leisten können. Elfi erzählt von Unglücken, vom Zechensterben und von der Arbeitslosigkeit, aber auch vom ersten Auto, von Oswald Kolle, von der Pille und der Enttabuisierung der Sexualmoral ...
Ein unterhaltsamer Lesespaß, der sich auch an diejenigen richtet, die die 60er Jahre nicht aus eigener Erfahrung kennen und genossen haben.