Verlag Henselowsky Boschmann · Regionaler Literaturversorger Ruhrgebiet · Hermann Beckfeld · Ganz persönlich. Beckfelds Briefe
Ruhrgebiet Geschnke Buch Bücher Verlag Verlage



Hermann Beckfeld

Ganz persönlich – Beckfelds Briefe
Band 2

Mit Illustrationen von Günter Donatz
160 Seiten · gebunden · Lesebändchen
9,90 Euro
ISBN 978-3-942094-68-9
Erscheinungsjahr: 2016

An jedem Samstag schreibt Chefredakteur Hermann Beckfeld in den Ruhr Nachrichten einen Brief; oft an Prominente. Manchmal an Menschen, die etwas ganz Besonderes erlebt oder Großartiges geleistet haben. Beckfelds Briefe sind bei den Leserinnen und Lesern Kult. Weil sie unter die Haut gehen.

Nach dem Erfolg des ersten Buches erscheinen in Band 2 weitere 51 Briefe. Beckfelds Briefe machen nachdenklich und betroffen; sie lassen uns lächeln und trauern; sie kritisieren und muntern auf. Sie sind ganz nah dran. Ganz persönlich eben.



Briefe an:
Peter Bandermann · Oliver Bierhoff · Robinson Crusoe · Olli Dittrich · Jürgen Drews · Klaus Engel · Irmgard F. · Fernandel · Gabi Frijio · Joachim Fuchsberger · Hermann Gerland · Jörg Hammerschmidt · Stephan Hartmann · Michael Holzach · Gianni Huesca · Erich Kästner · Sebastian Kehl · Michael Kessler · Ephraim Kishon · Hermann Kleimann · Dietmar Klein · Jürgen Klopp · Peter Kraus · Vicky Leandros · Reinhard Libuda · Astrid Lindgren · Peter Lohmeyer · Lambert Lütkenhorst · Karl May · Angela Merkel · Kim Sarah Mojecki · Manuel Neuer · Ryan O’Neal · Stanislaw
Petrow · Lieselotte Q. · Johannes Rau · Charlotte Roche · Armin Rohde · Reem Sahwil · Bastian Schweinsteiger · Herbert Seckler · Siggi · Souraya · Franz Stigler · Ulrich Strunz · Patrick Süskind · Chesley Sullenberger · Ulrich Wessel · Hans Günter Winkler · Klaus-Peter Wolf · Reinhard Zinkann

Hermann Beckfeld Klaus Engel
Hermann Beckfeld Peter Bandermann
Hermann Beckfeld Ruhr Nachrichten

26. Januar 2017: "Beckfelds Briefe" Lesung und Talk mit Hermann Beckfeld im proppenvollen Lensing-Carrée Conference Center, Dortmund, mit Dr. Klaus Engel, dem Vorstandsvorsitzenden des Chemiekonzerns Evonik, und Peter Bandermann, Redakteur der Dortmunder Lokalredaktion, der für seinen unermüdlichen Kampf gegen die Nazi-Szene mehrmals ausgezeichnet wurde. Für die Musik sorgte das renommierte Blechbläser-Ensemble Back to Brass. (Fotos: Renate Rohkemper)
Hermann Beckfeld
Ganz persönlich – Beckfelds Briefe
Band 1


160 Seiten · gebunden · Lesebändchen
Mit Illustrationen von Günter Donatz
9,90 €
ISBN 978-3-942094-48-1
Erscheingsjahr 2014

Dieses Buch enthält 63 von Beckfelds Briefen

Beckfelds Briefe an:
Mario Adorf · Rudi Assauer · Peter Bachér · Franz Beckenbauer · Boris Becker · Dieter Bohlen · Rainer Brüderle · Willy Brummer · Howard Carpendale · Helene Fischer · Maria Furtwängler· Hans-Dietrich Genscher · Götz George  · Vincenzo Gerrone · Jürgen Gosch · Thomas Gottschalk · Werner Hansch · Diana Hetzel · Dieter Hildebrandt · Susanne Hoeneß · Uli Hoeneß · Ernst Huberty · Mats Hummels · E. L. James · Janosch · Udo Jürgens · Ina K. · Hellmuth Karasek · Dieter Kindl · Jürgen Kossowski · Ute Lemper · Jan Josef Liefers · Udo Lindenberg · Peter Maffay · Your Majesty · Lothar Matthäus · Costis Mitsotakis · Jojo Moyes · Michael O’Leary · Hanns-Josef · Ortheil · Liselotte Pulver · Josef Quadflieg · Horst Rahe · Adi Raible · Marcel Reich-Ranicki · Horst Rostek · Katrin Sass · Harald Schmidt · Helmut Schmidt · Gerhard Schröder · Edward Snowden · Gertrud Steinbrück · Peer Steinbrück · Christian Stratmann · Heinz Stücke · Franz-Peter Tebartz-van Elst · Nirmala Toppo · Jürgen Vogel · Robbie Williams · Sabrina Wilting · Adolf Winkelmann · Bettina Wulff · Christian Wulff

Hermann Beckfeld
Wurde 1955 in Bottrop geboren. Er ist seit 14 Jahren Chefredakteur. Seine Briefe erscheinen seit 2012 jeden Samstag im Wochenendmagazin der Ruhr Nachrichten, der Dorstener Zeitung, der Halterner Zeitung, der Münsterland Zeitung …
Hermann Beckfeld hat acht Journalisten-Preise gewonnen, darunter den renommierten Theodor-Wolff-Preis.

Brief an Patrick Süskind
Er ist der bekannteste unbekannte deutsche Autor. Patrick Süsskind meidet die Öffentlichkeit; er gibt keine Interviews. Aber er schreibt nach seinen weltweiten Bestsellern wie "Das Parfum" auch keine neuen Romane. Wie seine Hauptpersonen gilt er als Sonderling, kauzig und genial.

Sehr geehrter Patrick Süskind,
ich weiß nicht, wohin ich die Glückwünsche zu Ihrem heutigen 66. Geburtstag schicken soll. Ich habe gelesen, Sie wohnen wechselweise in München, Paris oder in Ihrer Villa am Starnberger See. Aber im Grunde verstecken Sie sich vor den Menschen. Sie sind unsichtbar, haben kein Gesicht. Die wenigen Fotos, die im Netz kursieren, sind alt. Sie sind so alt wie das Buch, das Sie berühmt, das Sie reich gemacht hat: "Das Parfum", einer der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts. Übersetzt in 49 Sprachen, seit 1985 mehr als 20 Millionen Mal verkauft. Sie haben die Geschichte von Jean-Baptiste Grenouille, die unglaubliche neun Jahre lang auf der "Spiegel"-Bestsellerliste stand, mit Ansage geschrieben. Als Kind sagten Sie einem Freund: "Ich schreibe einen großen Roman, und von den Einnahmen werde ich leben."
Grenouille, unter dem Schlachttisch einer Fischbude geboren, der größte Parfümeur aller Zeiten und späterer Serienmörder, war ein Sonderling, ein Einzelgänger, ein Kauz, der vor sich selbst und den Menschen flüchtete, der nur schwer mit dem Leben zurechtkam. So wie Quasimodo im Roman "Der Glöckner von Notre-Dame". Wie Oskar Matzerath, der Gnom aus "Die Blechtrommel". So wie Jonathan Noel, der Wachmann in Ihrer Novelle "Die Taube". So wie der Musiker, Ihr Antiheld, der in "Der Kontrabass" mit seinem Schicksal hadert. So wie Sie, einer der besten Schriftsteller und Drehbuchautoren unserer Zeit.
Es klingt so kurios, so seltsam, weil ich fast glaube, dass Sie genau dieses wollten: Das Bild, das ich von Ihnen im Kopf habe, zeigt Jakob Windisch, den verstörten, eigenwilligen Autor im Film "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief". Der weltfremde Windisch ist so scheu, dass er sich das Essen im Nebenraum eines Restaurants servieren lässt; für kein Geld der Welt will er die Rechte an seinem Roman an den Filmproduzenten verkaufen. Dieser Produzent, er hat viel Ähnlichkeit mit Bernd Eichinger, der sich für zehn Millionen Euro die Rechte an Ihrem Bestseller sicherte. Sie sind weder zur Premiere noch zu irgendeiner anderen Gala und Preisverleihung gegangen. Sie haben Auszeichnungen abgelehnt und in all den Jahrzehnten vier Interviews gegeben. Sie sind abgetaucht wie Ihre Romanfiguren, die außerhalb unserer Gesellschaft stehen; die um Liebe und Anerkennung buhlen. Traurige Gestalten, enttäuscht, verwirrt, frustriert, verletzt.

Lieber Patrick Süskind,
Sie haben eine Lebenspartnerin, einen Sohn, den Sie jeden Morgen zur Schule bringen. Erst wenn der Junge alt genug und aus dem Haus ist, würden Sie wieder beginnen zu schreiben. Ich möchte es gern glauben, bezweifle aber, dass Sie die Kraft für ein neues Buch haben. Als »Das Parfum« die Bestsellerlisten stürmte, sollen Sie gesagt haben: "So einen Roman zu schreiben, ist furchtbar." Lassen Sie es besser sein. Einer wie Sie muss sich nichts mehr beweisen. (26.03.2016)