Verlag Henselowsky Boschmann · Regionaler Literaturversorger Ruhrgebiet · Zepp Oberpichler und Jürgen Post · Grubenkind



Zepp Oberpichler und Jürgen Post
Grubenkind
Porträt der Bergbauzeit im Ruhrgebiet
in Bildern und Texten

64 Seiten, gebunden, 9,90 Euro
ISBN 978-3-942094-53-5
Die Bergbauzeit im Ruhrgebiet. Als Bergleute, wie sie sich mit Stolz nannten, unter Tage einfuhren, um das Schwarze Gold zu fördern; die ihren Arbeitsplatz liebevoll Pütt oder Grube nannten. Jürgen Post ist ein Grubenkind; er war mehr als 30 Jahre auf dem Pütt, zuletzt als Steiger; er dokumentiert diese Zeit in eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien, denen er manchen Farbtupfer hinzugefügt hat. Autor Zepp Oberpichler stellt diesen Bildern ungewöhnliche Texte an die Seite.

„Der Bergbau geht was bleibt sind WIR …“ Jürgen Post ist dem Bergbau sehr verbunden; Bergmann zu sein, war und ist sein Leben. Diese Leidenschaft spiegelt sich in jedem seiner Bilder; seinen Kunstwerken; im schwarz-weißen Umfeld ist jeweils ein Detail in der Originalfarbe belassen; Mensch, Natur und Technik im Dreiklang; Glorie und Verfall des Bergbaus im Ruhrgebiet. „Manchmal braucht ein Bild eine ganze Zeit lang, bis es mir gefällt. Erst wenn mir das Herz eine Sekunde stehenbleibt, ist es für mich fertig.“ – Texter Zepp Oberpichler spricht mit jedem der Bilder; in Geschichten, Gedichten, Episoden und Dramen; witzig und traurig; böse und freundlich; manchmal erwachsen, manchmal nicht. „Kindlein in der Grube – malocht sich schief, malocht sich schief. Armes Kindlein bist du krank – dass du nicht mehr lachen kannst?“ Dieses Buch dürfte eigentlich erst im 22. Jahrhundert erscheinen. Ohne Schmerz, liebevoll und spielerisch leicht blickt es zurück auf die Bergbauzeit im Ruhrgebiet, die erst 2018 beendet sein wird. Schön, dass es jetzt schon da ist.

Zepp Oberpichler Jürgen Post
Jürgen Post (rechts), 1961 in Hamm geboren und aufgewachsen; 1979 Ausbildung zum Bergmechaniker; ab 1988 Steiger unter Tage; im September 2010 die „letzte Schicht“ im Hammer Bergwerk Ost, danach Vorruhestand. Von Kindesbeinen an fotoverrückt; mit dem ersten eigenen Geld eine Kamera gekauft; durch HDR- und Colorkey-Bildbearbeitung anders als die anderen sein; präsentiert in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Bergbaubilder; außerdem: Kunst im öffentlichen Raum, Gestaltung von Collagen und Fotografien. Ab 2015 Kunstatelier mit Ehefrau Heike (der Jürgen Posts besonderer Dank gilt, da sie so lange an seiner Seite durchgehalten hat).
Mehr zu den Fotos von Jürgen Post unter  juergenpostfotokunst.jimdo.com


Zepp Oberpichler, 1967 in Duisburg geboren und aufgewachsen; ab 1979 eigene Texte; bringt sich selbst Gitarre spielen bei. Von 1988 bis 1993 Studium Germanistik mit Abschluss Magister.  Ab 1990 Plattenveröffentlichungen u. a. mit Zepp Strange und der Jeff Dahl Group. Ab 1994 selbstständig mit eigener Agentur. 2002 gemeinsam mit Tom Tonk der Roman "Die Stones sind wir selber"; 2009 der Rock’n’ Roll-Roman "Gitarrenblut" und das "Januar" betitelte Soloalbum; 2012  das Buch „Heartzland“ und das  Album „Kleine Kreise“; mehr als 25 Tonträger und über 150 eigene Songs veröffentlicht; über 600 Konzerte und Lesungen auf dem Buckel.
Grubenkind
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