Verlag Henselowsky Boschmann  · Briefe an Werner Bergmann
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Werner Bergmann Helden und Schurken
Neuerscheinung 26. August 2019
Werner Bergmann
Die Geschichte machen
Helden und Schurken im Ruhrgebiet von anno dazumal bis heute
240 Seiten · gebunden · mit Lesebändchen · 9,90 €
ISBN 978-3-942094-96-2

Es gab und gibt Menschen, die für das Ruhrgebiet Hervorragendes geleistet oder auch Fürchterliches angerichtet haben. Wohltäter und schlimme Finger.
Insgesamt wird ein Kaleidoskop von Gestaltern und Tüftlern, Kapitalisten, Kulturschaffenden, aber auch Opfern und Verlierern aus allen Epochen des Reviers im historischen Kontext vorgestellt. Wobei es unerheblich ist, ob sie als „Eingeborene“ oder als von außen Hinzugekommene gehandelt haben.
Bewusst wurde darauf verzichtet, erneut die „ganz Großen“ des Reviers aufzunehmen. In der Fußballersprache würde man die, welche in diesem Buch Geschichte machen, als die 2. Liga bezeichnen, deren besondere Bedeutung in ihrem Wirken vor Ort herausragt.
Die Bücher aus der wunderbaren Druckerei Pustet (Regensburg) erwarten wir am 19. August. Werner Bergmanns Buch kann in Buchhandlungen vorbestellt werden (wobei mir die "Buchhandlung um die Ecke" nähersteht als Amazon), es kann auch beim Verlag "subskribiert" werden – per E-Mail oder über den Onlineshop. Allen "Subskribenten" schicken wir am 19. August die Bücher per DPD, portofrei und mit einer Tüte Klümpchen.
3. August 2019: Lieber Werner,
das Ruhrgebiet besaß und besitzt außergewöhnlichste Persönlichkeiten. Wenn die allerdings nicht das richtige Parteibuch besaßen oder besitzen (oder vielleicht sogar gar keines), ist es so gut wie unmöglich für sie, in die offiziellen Geschichtsbücher zu kommen. Schön, dass dein Geschichtenbuch kein offizielles ist, und so holst du viele zu Unrecht Vergessene aus der Kiste. Beispiel gefällig? Karl Ludwig Imhoff, „Erfinder“ des Baldeneysees. "In seinen kurzgefassten Erinnerungen, die er seinem grundlegenden Werk Taschenbuch der Stadtentwässerung, das seit seinem Erscheinen bis heute in mehr als 30 Auflagen (32. Auflage 2017) erschienen und in etwa 20 Sprachen übersetzt ist, voranstellt, formuliert Imhoff dies lapidar: An der Emscher und an der Ruhr habe ich wohl über 100 Kläranlagen gebaut.“ Das sind allerdings Einrichtungen, die zwar unerlässlich sind, über die man aber nicht spricht, so auch nicht über deren Konstrukteur."(Seite 163) Ich habe die vier Seiten über Herrn Imhoff genossen. Welch ein Erfinder!

Hallo, Emschergenossenschaft und andere! Wie wäre es denn, eine Emscherbrücke nach Karl Ludwig Imhoff zu benennen!?
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


29. Juli 2019: Lieber Werner,
ich liebe deinen Ausdruck "schlimmer Finger" für bösartige Menschen. Davon hast du in deinem Buch eine ganze Reihe versammmelt. Aber eben auch die anderen: Außergewöhnliche Menschen, die Außergewöhnliches im und für das Ruhrgebiet geleistet haben. Das offizielle Ruhrgebiet tendiert leider dazu, solche Menschen zu übersehen. Besonders wenn sie nicht aus dessen Kreisen stammen und keine Kopfnicker waren.
Eine dieser gerne Übersehenen ist Cläronore Stinnes. Eine Frau mit Ecken, Kanten und ganz viel Mut.

"Sie war die einzige Frau, die in den frühen Tagen des Automobils eine Reise um die Erde wagte und erfolgreich beendete, bis im Jahre 2017 eine 77-jährige Rentnerin sich mit einem Oldtimer auf den Weg machte, die Erde mit dem Auto zu umrunden, dies allerdings unter ganz anderen technischen und strukturellen Voraussetzungen." (S. 159)

Ich kannte Clärenore vor deinem Buch nicht. Sie ist ein Geschenk!
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de



27. Juli 2019: Lieber Werner,
Bottrop hatte einige außergewöhnliche Oberbürgermeister. Einige durfte ich kennenlernen. Ernst Wilczok, Kurt Schmitz, Diethard Kreul, Peter Nötzel. Der jetzige verstört mich.
In deinem Buch schreibst du über Wilhelm Tourneau. Überschrift: "Bürgermeister, der das Biertrinken empfahl". Eine grandiose Geschichte! Hier nur ein Zitat aus ihr: "Tourneaus Bemühen um Bürgernähe war durchaus vorhanden, aber nur von mäßigem Erfolg gekrönt. So beteiligte er sich am Vogelschießen des örtlichen Schützenfestes, schoss den Vogel ab und wurde Schützenkönig. Zum Eklat kam es, als der eingefleischte Protestant niemand anderen als seine Ehefrau als Schützenkönigin zu akzeptieren bereit war. ..."

Es gibt in Bottrop die Tourneustraße – ein Sträßchen am Rande der Stadtmitte. Kantige Typen, die dem Clan der Pohlbürger Widerworte geben, waren in Bottrop nie besonders gefragt. Umso mehr danke ich dir, dass du Herrn Tourneau als einzigen echten Bottroper in dein Buch gehoben hast.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de
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