Verlag Henselowsky Boschmann  · Briefe an die Autorinnen und Autoren des Vorbilderbuches
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Vorbilderbuch
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Neuerscheinung 26. August 2019
Vorbilderbildbuch
Kleine Galerie der Menschlichkeit
240 Seiten · gebunden · mit Lesebändchen · 9,90 €
Umschlag: Ilse Straeter
ISBN 978-3-942094-95-5

Wir sind aus dem Ruhrgebiet, wir sind altmodisch, wir haben Vorbilder. Sie bedeuten uns sehr viel. Denn wer keine Vorbilder mehr nötig zu haben glaubt, der hat sich aufgegeben und ist auf dem Weg in die Barbarei. So ist dieses Buch der Vorbilder auch eine kleine Galerie der Menschlichkeit.
Über Vorbilder schreiben in diesem Buch:
Michael Zabka · Joachim Wittkowski · Werner Streletz · Ulrich Straeter · Ilse Straeter · Siegfried Stajkowski · Annika Schuppelius · Einhard Schmidt-Kallert · René Schiering · Thomas Rother · Zepp Oberpichler · Sarah Micke · Margret Martin · Herr Luca · Susi Lilienfeldt · Margit Kruse · Klaus D. Krause · Anke Klapsing-Reich  · Hubertus A. Janssen · Sabine Herrmann · Gerd Herholz · Markus Günther · Jens E. Gelbhaar · Ulrike Geffert · Udo Feist · Jens Dirksen · Ludger Claßen · Monika Buschey · Karin Bucconi · Peter Bothe · Werner Bergmann · Werner Boschmann · Hermann Beckfeld

Lesungen:
27. August (Dienstag), 19.30 Uhr: Baumhaus, Halterner Str. 5, Dorsten. https://www.cornelia-funke-baumhaus.de

29. August (Donnerstag), 19.30 Uhr: Lotto Seel, Baroper Marktplatz, Dortmund-Barop
Die Bücher aus der wunderbaren Druckerei Pustet (Regensburg) erwarten wir am 19. August. Das Vorbilderbuch kann in Buchhandlungen vorbestellt werden (wobei mir die "Buchhandlung um die Ecke" nähersteht als Amazon), das Vorbilderbuch kann auch beim Verlag "subskribiert" werden – per E-Mail oder über den Onlineshop. Allen "Subskribenten" schicken wir am 19. August die Bücher per DPD, portofrei und mit einer Tüte Klümpchen.
8. August 2019: Lieber Zepp,
dass du ihn liebst, das wusste ich, als ich dich vor ganz langer Zeit zum ersten Mal auf der Bühne gesehen habe. "Behind Blue Eyes". Der Windmühlenmann "spielt immer nur sich selbst, und mitunter gehorcht er dabei keiner Anleitung zur Harmonielehre". Und "sein größtes Verdienst war, mir zu zeigen, dass ich nicht allein war, to be the sad man behind blue eyes“.  Kann es eine schönere Liebeserklärung geben? – Ja, es kann! Du hast sie verfasst und an Pete Townshend geschickt. Sie ist im "Vorbilderbuch" auf Deutsch und auf Englisch abgedruckt. Das ist so einzigartig schön verrückt!
Zepp Oberpichler, Musiker, Autor, Ruhrpottkind. Mehr als 25 Ton­träger, über 200 eigene Songs und weit über 600 Konzerte. Morgens um fünf Uhr schreibt er Bücher, um sechs treibt er Sport, um halb sieben geht er eine Runde mit dem Hund und um acht sitzt er in den Räumen seiner PR-Agentur Durian in Duisburg. Seine Bücher haben immer was mit dem Ruhrgebiet und meist was mit Rock and Roll zu tun.
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de

4. August 2019:
Lieber Ludger,
"Tammaria hat mich auf jeden Fall sehr geprägt – vor allem ihre Skepsis gegenüber vorschnell bejubelten Neuerungen habe ich mir in gewisser Weise zu eigen gemacht. ... Tammaria war gelassener als die Eltern und ließ mich zum Beispiel die Sendung Beat-Club, die mein Vater total ablehnte, in ihrem Wohnzimmer gucken. Tammaria hielt nach so vielen „schweren Zeiten“, die sie erlebt hatte, ein bisschen Rockmusik für absolut unschädlich; wahrscheinlich fand sie die Musik darüber hinaus unverständlich wie vieles andere auch, das die neue Zeit so mit sich gebracht hatte." Tammaria war ein Schatz. Ihre Gelassenheit, ihre Menschenkenntnis, ihre Zuverlässigkeit, ja, ihre "Beständigkeit" hast du wunderbar beschrieben – so, wie man nur schreiben kann, wenn man jemanden richtig gerne hat. Und Tammaria war "ein Art genealogisches Lexikon": "Von Tammaria wusste ich auch, dass zwei Klassenkameraden im Gymnasium meine Vettern dritten Grades waren – wie sich überhaupt durch Tammarais Genealogie nachweisen ließ, dass ich praktisch mit allen in Werden verwandt war, die mindestens seit fünf Generationen dort wohnten." Danke für dieses wunderschöne Bild in der kleinen Galerie der Menschlichkeit. Grüß mir all deine Verwandten in Werden.
Ludger Claßen war 1985 bis 2016 Verleger des Klartext-Verlags. Er ist Honorarprofessor an der Universität Duisburg-Essen und beschäftigt sich mit der Geschichte und der Literaturgeschichte des Ruhrgebiets.
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


1. August 2019:
Liebe Margit Kruse.
vielleicht wundern Sie sich: Im Grunde mag ich den tollen Dieter, den Ruhrpott-Cartouche, in Ihrer Geschichte, die so wunderbar "dat Milieu" schildert. Obwohl er Oma Plaumann Schmuck und Bargeld klaut.  Ich mag, wie Sie schildern, wenn Ihre Hauptperson Marlies, eigentlich eine sehr Nette, klaut. "Auf dem Heimweg schob ich mir genüsslich den Mars-Riegel hinein und freute mich, dass das so problemlos geklappt hatte." Der "Familienopa" (ich stelle ihn mir gerade vor!) hatte Sie nicht genug im Auge gehabt. Ohne einen gehobenen Zeigefinger beschreiben Sie, wie man – schon als Kind – knapp an einer "kriminellen Karriere" vorbeischrammen kann. Der tolle Dieter ist einer, der sich nie als Verlierer fühlt. "Ich bin bald zurück!", ruft er Marlies zu, als er in die Grüne Minna steigt. Im Schluss berichten Sie, dass seine Hoffnung trog.
Danke, Margit Kruse, für diese wunderbare Geschichte!
Margit Kruse wurde 1957 in Gelsenkirchen geboren. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Revier-Krimis „Eisaugen“, „Zechen­brand“, „Hochzeitsglocken“ und „Rosensalz“. Sie ist ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Seit 2004 ist die Gelsenkirchenerin als freiberufliche Autorin tätig. Neben zahlreichen Beiträgen in Anthologien hat sie bislang zwölf Bücher veröffentlicht, darunter einen Roman, der für den Literaturpreis Ruhr 2009 nominiert war. Labrador Enja ist stets dabei, wenn Margit Kruse sich auf Recherche-Tour begibt. Besonders der Hauptfriedhof ihres Heimatortes hat es der Autorin angetan. Sie ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller.
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de



30. Juli 2019:
Lieber Joachim.
dein Text "Von Denkern und Lenkern" beginnt mit einer Beobachtung:

Revier sammelt Revier heißt ein 2014 erschienenes Sammelbilderalbum, das zahlreiche Bilder vom Bergbau zeigt und betextet. Auffällig ist dabei, welche Personen als Repräsentanten des Bergbaus gewürdigt werden. Auf einer „Die Ruhrbarone“ betitelten Doppelseite werden neben dem Bergamtsdirektor Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (1757 – 1831) und dem Konstrukteur Franz Dinnendahl (1775 – 1826) nur Großunternehmer vorgestellt: William Thomas Mulvany (1806 – 1885), Friedrich Grillo (1825 – 1888), Robert Müser (1849 – 1927) und Hugo Stinnes (1870 – 1924). „Sie bauten das Ruhrgebiet auf“, heißt es einleitend über sie. Ihren wirtschaftlichen Erfolg hätte es gewiss nicht ohne ihre unternehmerische Entschlossenheit gegeben, aber eben­so nicht ohne die Bergleute und deren Anteile am Aufbau des Ruhrgebiets. Für diese hat das Album aber nur ein einziges Bild vorgesehen, „Kumpel“ betitelt. Die Schlepper, Hauer und Steiger: Sie alle werden nur kollektiv dargestellt, als Masse der Arbeitskräfte, nicht als Personen. Für sie bleibt das Klischee: Harte Arbeit, überall schwarzer Staub, aber auch ganz viel Stolz."
Du würdigst in deinem Text drei Literaten, die auf die erste Seite von Revier sammelt Revier gehören: Heinrich Kämpchen, Ludwig Kessing und Georg Werner. Warum sie dort keinen Platz gefunden haben? – Sie waren sozial denkende Individualisten, die über Literatur eine Meinung kundtaten, die den durch Kapital oder politische Macht Herrschenden ein Dorn im Auge war. Persönlichkeiten, keine Umfaller, konsequent und mutig. Nach deinem Text Vorbilder auch für mich. Danke dafür!
Joachim Wittkowski unterrichtet am Städtischen Gymnasium Selm die Fächer Deutsch, Philosophie, Katholische Religion und Literatur; ist Fachleiter am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Hamm und Lehrbeauftragter am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum.
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


28. Juli 2019:
Liebe Sabine.
ich liebe deinen Onkel. Ich liebe es, wie du ihn, dein Vorbild, in "Kleine Onkelogie: Bänker mit Hirn und Herz" gleich am Anfang vorstellst. "Keep calm und carry on. Mein Onkelchen scheint das fleischgewordene Subjekt dieses englischen Credos zu sein. Immer cool, immer ruhig und obendrein ein ganz feines, leises, weises Lächeln um die Lippen herum. Ein Ausbund an heiterer Gelassen- und großer Ausgeglichenheit."
Bitte grüße ihn vom mir. Und sag ihm, dass die Leser des Vorbilderbuches deine Geschichte über ihn garantiert mit einem Lächeln begleiten werden.
Sabine Herrmann: Überzeugte Ruhri-Lokalpatriotin. Wollte nie weg. Abi gebaut, an der Ruhr-Uni Germanistik und Geschichte gemacht, die Arbeitsplätze als Journalistin vor der Haustür. Dem Hobby des Schreibens frönt sie immer noch. Und das mit der heiteren Gelassenheit kann uns allen nicht schaden. Ahoi!

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de
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