Verlag Henselowsky Boschmann  · Briefe an Monsieur Paillot
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Monsieur Paillot
Neuerscheinung 26. August 2019
Monsieur Paillot im Nirgendwo
Land und Leute aus der Sicht eines Revolutionsflüchtlings
am Vorabend des Reviers
herausgegeben von Werner Bergmann und Werner Boschmannn
aus dem Französischen übersetzt von Luc le Gall

96 Seiten · gebunden · 14,90 €
ISBN 978-3-942094-34-4

Monsieur Pierre-Hippolyte-Léopold Paillot möchte seinen wohlhabenden Kopf nicht verlieren. Zwar sind Paris und die Revolution ziemlich weit weg, aber es ist 1794, und die „Schreckensherrschaft“ rückt Schritt für Schritt bedrohlich näher. So macht er sich denn mit Familie und Verwandtschaft auf ins sichere Rheinland und nach Westfalen.
Monsieur Paillot ist schwer neugierig, schaut ganz genau hin, schreibt alles auf. Einiges ist ihm suspekt, zum Beispiel Pumpernickel und die Unterkünfte; anderes dort im Nirgendwo überrascht ihn, ja, Dorffeste und Wacholderschnaps nötigen ihm sogar ein ganz klein wenig Bewunderung ab.
Die Bücher aus der wunderbaren Druckerei Pustet (Regensburg) erwarten wir am 19. August. Monsieur Paillots Buch kann in Buchhandlungen vorbestellt werden (wobei mir die "Buchhandlung um die Ecke" nähersteht als Amazon), es kann auch beim Verlag "subskribiert" werden – per E-Mail oder über den Onlineshop. Allen "Subskribenten" schicken wir am 19. August die Bücher per DPD, portofrei und mit einer Tüte Klümpchen.
29. Juli 2019: Lieber Monsieur Paillot,
Lieber Monsieur Paillot,
Sie waren kurz vor mir in Köln, wir haben uns nur knapp verpasst. Um genau 224 Jahre. Ich war im April letzten Jahres zuletzt am Dom, Sie 1794.  Ich schenke mir meinen Kommentar. Ihrer ist viel prägnanter:

"Am folgenden Tag besichtigte ich mit meinem Onkel Köln. Die Stadt hatte nichts Sehenswertes anzubieten. Die meisten Straßen sind sehr eng und dreckig. Wir besuchten viele recht hübsche Kirchen, und ich stellte dabei fest, dass mit Gold nicht gespart worden war, denn sogar für die Gewölbe-Ornamente wurde es verwendet. Die Kirche der Jesuiten erschien mir sehr schön und reich. In einer Pfarrkirche zeigte man uns ein herrliches Gemälde von Rubens, welches das Martyrium des heiligen Petrus darstellte. In der Domkirche, die noch nicht fertiggestellt war, aber ein wunderschönes Bauwerk zu werden versprach, bewahrte man sehr sorgfältig in einem Reliquienschrein unter einem vergoldeten Eisengitter die Gebeine der Heiligen Drei Könige auf."

Falls die Kölner das kommentieren, sage ich Bescheid.
#Kölner Stadt-Anzeiger
#WDR Lokalzeit Köln
#Domradio

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


28. Juli 2019: Lieber Monsieur Paillot,
gestern war ich unhöflich. Ich hätte Sie in meinem ersten Brief vorstellen müssen. Ich bitte für diesen Lapsus um Entschuldigung.
Pierre-Hippolyte-Léopold Paillot,  geboren am 21. März 1759 in Condé (seit 1887 Condé-sur-l’Escaut/Condé an der Schelde); gestorben am 23. April 1815 in Condé; Kaufmann, Gerbermeister, Mitglied des Magistrats von Condé; Familienvorstand. Das Exil der Familie Paillot in unseren Regionen dauerte vom Ende Juni 1794 bis zum Anfang November 1795. Neben dem Fuhrwerk, das Teile seines Hab und Guts sowie seine Familie (Frau und drei kleine Kinder) transportierte, reiste das Familienoberhaupt im einspännigen Cabriolett, einer einachsigen, zweiräderigen Kutsche, in der lediglich zwei Personen Platz fanden. Des Weiteren ließ er sich von einem Teil seiner Bediensteten (drei Mägden und zwei Dienern) begleiten.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de

27. Juli 2019: Lieber Monsieur Paillot,
wie gerne hätte ich Sie kennengelernt! Damals im Jahre 1794, als Sie durch unsere Region zogen. Wahrscheinlich hätten Sie ein wenig zu mir herabgeschaut. Wir Westfalen waren Ihnen mit unseren recht rüden Sitten nicht ganz geheuer. Wir hätten uns auch schlecht verständigen können: Sie konnten kein Deutsch, haben sich ab und an von einem Kundigen übersetzen lassen, was die knorrigen Typen da so von sich gaben. Mein fürchterliches Französisch hätte uns auch nicht weitergeholfen. Aber nun, lieber Monsieur Paillot, liegt Ihr Tagebuch ja auf Deutsch vor, und mein Kumpel Werner Bergmann und ich, wir können uns nicht Schöneres vorstellen, als von Ihnen und Ihrer Zeit zu erzählen – das würde Werner Bergmann übernehmen – und daraus vorzulesen – das würde ich tun.
Ich werde also in den nächsten Wochen und vielleicht auch länger darüber berichten, wie die beiden Werners es anstellen, Ihre Geschichte dem Ruhrvolk näherzubringen.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de
Briefe an Werner Bergmann (Die Geschichte machen)

Briefe an Adolf Winkelmann (Ich sehe manchmal Dinge, die es nicht gibt)

Briefe an Sigi Domke und Michal Hüter (Geißlein, Prinzen und ein kross gegrilltes Schaf)

Briefe an Alexander Hüsing (Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher)

Briefe an Stefan Laurin (Versemmelt)

Briefe an die Autorinnen und Autoren des Vorbilderbuches